Aktuelle Meldungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit / CSR / Verantwortung
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Verantwortung Header
                                                                                                                                       Ausgabe 02-2022

liebe Leser, liebe Partner der Initiative "Verantwortung",

in unserem aktuellen Newsletter finden Sie unter anderem folgende aktuelle Informationen:

Nachhaltigkeit: Chancen für den Mittelstand
Verkehrswende angeschoben, Mobilität ausgebremst
Mindestbeteiligung in Vorständen scheint zu wirken
Das deutsche Diversitäts-Dilemma
Emissionsfreier Lkw-Verkehr bis 2050

Interview mit  Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group

und einige mehr.

Die Redaktion wünscht Ihnen viel Gewinn beim Lesen!
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MELDUNGEN
Nachhaltigkeit: Chancen für den Mittelstand
Auf der Agenda vieler mittelständischer Unternehmen steht die Umsetzung der globalen und europäischen Nachhaltigkeitsziele noch nicht ganz oben. Vielmehr herrscht Unsicherheit angesichts der Vielzahl regulatorischer Anforderungen sowie der oft noch fehlenden transparenten Standards. Die Studie „Nachhaltigkeit im Mittelstand“ zeigt die Anforderungen auf und welche Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben. In sechs Schlüsselbranchen gibt die gemeinsame Studie „Nachhaltigkeit im Mittelstand“ der Nach-haltigkeitsagentur Akzente und der HypoVereinsbank Einblicke in die Strategien und Maßnahmen mittelständischer Unternehmen auf ihrem Weg zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell. WEITERLESEN
Verkehrswende angeschoben, Mobilität ausgebremst
Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Verkehrsnachfrage in Deutschland deutlich einbrechen lassen. Das haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in einer Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums festgestellt. WEITERLESEN
Mindestbeteiligung in Vorständen scheint zu wirken
Forscherinnen von DIW Berlin und FU Berlin haben erneut etwa 500 große Unternehmen, darunter die 200 größten, in Deutschland unter die Lupe genommen: Die Frauenanteile in Vorständen steigen vielerorts stark, die Dynamik in Aufsichtsräten ist verhaltener. Die gesetzliche Mindestbeteiligung in Vorständen scheint bereits zu wirken, bevor sie verpflichtend greift. WEITERLESEN
Das deutsche Diversitäts-Dilemma
Deutsche Unternehmen stecken in einem Diversitäts-Dilemma. Regenbogenmarketing und Lippenbekenntnisse reichen den Stakeholder:innen nicht mehr aus, der Veränderungsdruck steigt. Hintergründe und Auswege zeigt der German Diversity Monitor 2021 der Diversitätsinitiative BeyondGenderAgenda. WEITERLESEN
Emissionsfreier Lkw-Verkehr bis 2050
Um das von den Vereinten Nationen gesetzte Ziel einer emissionsfreien Gesellschaft bis 2050 zu erreichen, muss neben dem Personenverkehr auch der Gütertransport unabhängig von fossilen Brennstoffen werden. Und das scheint möglich zu sein. Eine Forschungsgruppe der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster hat jetzt im Fachmagazin „Journal of Energy Storage“ dargelegt, dass Batterie- und Brennstoffzellen-Lkw im Fernverkehr derzeit im Vergleich mit Dieseltrucks nicht  wettbewerbsfähig sind, dass es jedoch „technologische Stellhebel“ und Möglichkeiten der Preisreduktion gibt, um dies zu erreichen. WEITERLESEN
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Nachhaltigkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Die Besorgnis der Führungskräfte über den Zustand des Weltklimas hat in den vergangenen Monaten zugenommen – ebenso wie ihr Optimismus, dass sofortiges Handeln etwas bewirken kann. Dies zeigt der neue CxO Sustainability Survey 2022, für den Deloitte mehr als 2.000 C-Level-Führungskräfte in 21 Ländern befragt hat, darunter 105 Teilnehmer aus Deutschland.  WEITERLESEN
Energieimporte aus Sonnenstaaten 
Viele Regierungen und auch die Europäische Kommission streben die Klimaneutralität für das Jahr 2050 oder früher an. Ein Baustein in vielen Plänen ist der Import von grünem Wasserstoff und Methan aus Nordafrika oder dem Mittleren Osten, wo der verlässliche Sonnenschein geringe Stromkosten für den Betrieb von Elektrolyseuren verspricht. Synthetische Kraftstoffe und Heizöl oder -gas aus Strom hätte den Charme, viel bestehende Technik und Infrastruktur einfach klimaneutral weiter zu betreiben. Doch noch ist unklar, wie Regierungen den internationalen Handel mit grünen Kraftstoffen initiieren und wirtschaftlich gestalten können. Eine Studie unter Beteiligung des Fraunhofer IEG hat nun die wesentlichen Aspekte zusammengestellt.  WEITERLESEN
Stark sinkende Reisekosten
Berufliche Reisen fanden seit Beginn der Corona-Krise deutlich seltener statt. Auch für die nächsten zwölf Monate erwartet die Mehrheit der deutschen Unternehmen eine Reduzierung ihres Reiseaufkommens um durchschnittlich 36 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau. Zudem fließen immer mehr pandemisch, aber auch ökologisch bedingte Überlegungen in die Planung von Dienstreisen ein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland unter 152 Unternehmen ab 500 Beschäftigten und mit verbindlicher Reiserichtlinie. WEITERLESEN
Führen mit Gefühl
Permanenter Veränderungsdruck bestimmt den Alltag in vielen Unternehmen. Will man die Menschen mitnehmen, reicht rein rationales Denken nicht. Intuition hilft beim erfolgreichen Wandel. In den Köpfen der Chefetagen fängt es an. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht im Porsche Consulting Magazin. WEITERLESEN
Diversity Management Studie
Diversity Management wird zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur und gewinnt in deutschen Unternehmen kontinuierlich weiter an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt die dritte Auflage der Diversity Management Studie der Personalberatung PageGroup. WEITERLESEN
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IM GESPRÄCH MIT
Schneider ZF
Alexander Birken
Vorstandsvorsitzender der Otto Group
„Für Führungskräfte ist der Kulturwandel am anspruchsvollsten.“

Foto: Deborah Pulverich Otto Group/Michael Hudler
„Kultur und Haltung sind die Schlüssel“

Die Otto Group arbeitet sehr offensiv mit dem Begriff „Kulturwandel“. Was verstehen Sie darunter?

Die Welt steht Kopf, und dies nicht erst seit der Pandemie. Inzwischen leben wir in einer Zeit großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verunsicherung. Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel haben Politik, Unternehmen und unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahren bereits vor große Herausforderungen gestellt. Wer in dieser disruptiven Welt vorankommen und erfolgreich sein will, muss sich dem digitalen Wandel bedingungslos stellen. Kultur und Haltung sind dabei die Schlüssel der digitalen Transformation.Vor rund sechs Jahren traf uns die Erkenntnis, dass uns in der Otto Group die besten Strategien nichts nutzen, wenn wir unsere Haltung und Kultur der Zusammenarbeit nicht ändern. Daher haben die Gesellschafter und der Vorstand unisono den größten Veränderungsprozess in der Unternehmensgeschichte eingeläutet. Wir nennen diesen „Kulturwandel 4.0“. Gestartet sind wir mit der Idee, jenseits von Rollen und Hierarchien einen offenen, partizipativen Prozess in Gang zu setzen, bestehende Strukturen, tradierte Denkweisen mit einem Maximum an Gestaltungsfreiheit radikal in Frage zu stellen und zu verändern. Nicht, damit wir uns im Unternehmen wohler fühlen und schicke Büroräume haben. Es geht um die Gestaltung unserer Zukunftsfähigkeit, um eine Haltung, die uns wandlungsfähig, reaktionsschnell und kollaborativ macht. Von Beginn an haben wir Kulturwandel nicht als Projekt, sondern als ergebnisoffenen Prozess definiert und leben ihn genauso, fest verankert in der Strategie. Die damals gestartete Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit ist heute eine essenzielle Grundhaltung in der Otto Group, um die Veränderungen im Handel erfolgreich mitzugestalten und den gesellschaftlichen Wandel konstruktiv zu begleiten. Inzwischen sind kollaborative und sehr agile Prozesse entstanden, die uns gerade auch jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie enorm geholfen haben. 

Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Transformation?

Im Zentrum des Kulturwandels 4.0 stehen Veränderungen von innerer Haltung und Verhaltensweisen. Es gilt Abschied zu nehmen von lieb gewonnenen Gewohnheiten. Das ist nicht einfach und lässt sich auch nicht verordnen. Deshalb haben wir einen Top-down- und Bottom-up-Ansatz zugleich verankert. Top-down, indem wir im Vorstand unsere Verhaltensweisen und insbesondere unsere Entscheidungsprozesse gründlich hinterfragt haben und uns selbst verordnet haben, das eigene Silodenken zu beenden, Entscheidungen und Budgets zu delegieren, Kontrolle abzugeben und Freiräume zu schaffen. Kurzum: Sich zu verändern, und zwar sichtbar. Und Bottom-up, indem die Kolleginnen und Kollegen mit den Themen direkt konfrontiert und zur aktiven Teilnahme aufgefordert wurden. Sie sollten den Change mitgestalten, selbstbestimmt und intrinsisch motiviert. Nur wenn Mitarbeitende ernsthaft merken, dass sie Realitäten verändern können, wird Kulturwandel echt, authentisch und wirksam. Die Schwierigkeit ist, sich immer wieder und ehrlich zu fragen: Wie mutig handele ich wirklich? Und wie transparent arbeite ich tatsächlich? Und wie wirksam bin ich? Den Führungskräften kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Denn für sie ist der Kulturwandel am anspruchsvollsten. Viele Rezepturen der Vergangenheit funktionieren nicht mehr, und auch die Rolle der Führungskraft hat sich entwickelt. Im digitalen Zeitalter brauchen wir Coaches, Enabler und Freiraumschaffende. Es ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, insbesondere die Führungskräfte im mittleren Management bei dieser kulturellen Veränderung mitzunehmen. Deshalb sehen wir es als unsere Pflicht an, diese neue Art der Führung mit ihnen gemeinsam zu entwickeln. 

Alle Mitarbeitenden können und sollen Verantwortung übernehmen, heißt es. Was ist mit denen, die das überfordert? 

Wichtig ist uns, Mut zuzusprechen. Mut ist ein sehr wichtiger Wert in unserem Kulturwandel, um Sachen auszuprobieren, sich einzumischen, Ideen oder Innovationen auf den Tisch zu bringen. Dafür haben wir verschiedene Formate entwickelt, unter anderem ein „Mut-Festival“ oder „Fuck-Up-Nights“. Da stellen sich Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Haus bis hin zum Konzernvorstand auf die Bühne und erzählen, wie sie etwas so richtig versemmelt haben. Damit wollen wir deutlich machen: Fehler sind erlaubt. Wir fördern, Verantwortung zu übernehmen und fordern keine hundertprozentigen Lösungen mehr. Das stärkt, sich zu verändern und sich selbst mehr zuzutrauen. Die Stärkung der Eigenverantwortung ist ein wichtiger Hebel. Corona hat uns gezeigt, dass die Otto Group dank ihrer Transformation in einer sehr guten kulturellen Situation ist. Die Verlagerung der Arbeit in die Remote-Welt hat nahezu reibungslos geklappt. Aber es muss klar sein, dass für Leute, die nicht bereit sind, umzudenken und zu lernen, kein Platz im kollaborativen Arbeitsumfeld ist. Digitaler Wandel ist die Zukunft, nicht nur in der Otto Group. Jedem muss klar sein, dass, wenn er sich dem Wandel entzieht, er sich Chancen verbaut. Lebenslanges Lernen und Veränderungsbereitschaft sind heute unabdingbar, um sich im Arbeitsleben zu behaupten.


Die Fragen stellte Oliver Kauer-Berk.
Lesen Sie das ganze Interview in der kommenden Ausgabe unseres Magazin Verantwortung, das am 11. Februar erscheint.
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MÄRZ
Zukunft der Gesundheit (Future of Health)
 
Welche gesundheitliche Verantwortung tragen Unternehmen, welche die Politik und welche wir selbst?

Datum: 24. März 2021
Referenten: Dr. med. Andreas Bauck, Director Corporate Health, Henkel, Dr. Gregor-Konstantin Elbel vom Life Science & Health Care Team, Deloitte, Ralf Metzger, Leiter Unternehmenspolitik und -kommunikation, AOK Hessen
Moderation: Inken Schönauer, Wirtschaftsredaktion, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Zur Anmeldung 

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