Aktuelle Meldungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit / CSR / Verantwortung
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                                                                                                                                       Ausgabe 5-2021
Liebe Frau ,
Liebe Leser, liebe Partner von Verantwortung,

schon bald wird all das, was für die klassische Finanzberichterstattung gilt, auch für das Sustainability-Reporting verbindlich sein. Hendrik Fink von PwC sieht das als Chance für Unternehmen. Auch die aktuelle Studie von Roland Berger „Die neue Wettbewerbsfähigkeit. Dekarbonisierung als Chance für Unternehmen“ kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen, die jetzt handeln, sich im neu verstandenen Wettbewerb einen klaren Vorsprung sichern können. Das Bundesumweltministerium hat den GreenTech-Atlas 2021 veröffentlicht: Für die nächsten zehn Jahre wird darin ein jährliches Wachstum des globalen Marktes für Umwelttechnologien von mehr als sieben Prozent prognostiziert.  

Die Redaktion wünscht viel Gewinn beim Lesen!

MELDUNGEN
PwC: Neue Ära in der Nachhaltigkeitsberichterstattung
Die Europäische Kommission hat jetzt einen Vorschlag zur Anpassung der CSR-Richtlinie vorgelegt. Die geplanten Änderungen sollen für mehr Transparenz über nachhaltige Aspekte sorgen. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung rückt damit auf Augenhöhe mit der Finanzberichterstattung, im Ergebnis wird die Zweiklassengesellschaft zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Informationen beendet, erklärt Hendrik Fink, Leiter Sustainability Services bei PwC Deutschland. WEITERLESEN
Verfassungsgericht: Reduktionsziele genauer regeln
Das Bundesverfassungsgericht hat am 29. April seinen Beschluss zum Klimaschutzgesetz der Regierung veröffentlicht. Darin hat das Gericht entschieden, dass die Regelungen des Klimaschutzgesetzes vom 12. Dezember 2019 über die nationalen Klimaschutzziele und die bis zum Jahr 2030 zulässigen Jahresemissionsmengen insofern mit Grundrechten unvereinbar sind, als hinreichende Maßgaben für die weitere Emissionsreduktion ab dem Jahr 2031 fehlen. Im Übrigen wurden die Verfassungsbeschwerden zurückgewiesen. WEITERLESEN
Wie nachhaltiges Wirtschaften zum Wettbewerbsvorteil wird
Unternehmen müssen nachhaltiger und ökologischer werden. Anderenfalls drohen massive Gewinneinbrüche, in energieintensiven Branchen könnten sich die Erträge sogar fast halbieren. Das Erfordernis zu ökologischem Wirtschaften birgt aber auch Chancen. Wo diese Chancen liegen und wie Unternehmen sie nutzen können, dazu hat Roland Berger jetzt die aktuelle Studie „Die neue Wettbewerbsfähigkeit. Dekarbonisierung als Chance für Unternehmen“ herausgegeben. WEITERLESEN
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PWC
GreenTech Atlas 2021
Die ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ist im vollen Gange und führt zu teils radikal veränderten Geschäftsmodellen. Das zeigt der vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebene GreenTech-Atlas 2021. Demnach rechnen die Expertinnen und Experten für die nächsten zehn Jahre mit einem jährlichen Wachstum des globalen Marktes für Umwelttechnologien von mehr als sieben Prozent. Die deutsche Branche entwickelt sich mit mehr als acht Prozent durchschnittlichem jährlichen Wachstum sogar noch dynamischer. WEITERLESEN
Mittelstandsstudie: Nachhaltigkeit das entscheidende Thema
Nachhaltigkeit ist das große Thema, das den deutschen Mittelstand bewegt - auch die Folgen der aktuellen Corona-Pandemie ändern nichts daran: 82 Prozent der befragten Unternehmen sehen das Thema als maßgeblich für den dauerhaften Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an. Bei 90 Prozent der Unternehmen ist es direkt in der Chefetage verankert. Die 20. Studie der Commerzbank Initiative www.unternehmerperspektiven.de mit dem Titel „Wirtschaft im Umbruch: Die Chancen des „Green Deal““, die das Marktforschungsunternehmen forsa im Auftrag der Initiative erstellt hat, enthält gegenüber ihren Vorgängern eine Besonderheit: Sie bildet zwei Befragungszeiträume ab: sowohl vor Ausbruch und zu Beginn (November 2019 – März 2020) als auch inmitten der Corona-Pandemie (August – Oktober 2020). WEITERLESEN
Immer mehr Unternehmen bereit für glaubwürdigen Purpose
Die meisten deutschen Unternehmen, Medienmarken und Institutionen könnten sich glaubwürdig über einen gesellschaftlich relevanten Daseinszweck positionieren. Das zeigt die neue Purpose Readiness Studie der Managementberatung Globeone. Fast drei Viertel (72 Prozent) der branchenübergreifend untersuchten 96 Marken schneiden im Purpose Readiness Index (PRI) gut oder sehr gut ab. WEITERLESEN
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Wie zukunftssicher ist Ihr M&A Prozess?
50 Zukunftsmanager*innen gesucht!
Nachhaltigkeit im Kerngeschäft verankern und in der täglichen Unternehmenspraxis umsetzen – dafür stärkt Sie der MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg mit Wissen und Werkzeugen. Studieren Sie berufsbegleitend und werden Sie Teil des größten Netzwerks für Andersmanager*innen. Q&A am 19. Mai.  weiterlesen
Bitkom: Leitfaden „Ressourceneffiziente Programmierung“
Die Digitalisierung kann ein bedeutender Hebel dafür sein, den CO2-Ausstoß zu senken. Das zeigt die Studie des Digitalverbands Bitkom „Klimaeffekte der Digitalisierung“. Zugleich sind digitale Technologien und Anwendungen selbst für einen wachsenden Anteil an CO2-Emissionen verantwortlich - das gilt auch für Software. Durch effiziente Programmierung und Softwareentwicklung können der Energieverbrauch und die Nutzung natürlicher Ressourcen jedoch reduziert werden. Bitkom hat jetzt den Leitfaden „Ressourceneffiziente Programmierung“ veröffentlicht, um aufzuzeigen, wie Softwareunternehmen beziehungsweise Entwicklerinnen und Entwickler mit mehr Rücksicht aufs Klima programmieren können. WEITERLESEN
Ausgezeichnete Klimaaktivitäten als Blaupause für Kommunen
Klimaschutz und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind vielfältig. Die neue Online-Publikation „Ausgezeichnete Praxisbeispiele“ zeigt eine breite Palette erfolgreicher Projekte des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2020“ – vom Strombilanzkreismodell bis zum Einsatz einer neuen, klimarobusten Energie-Pflanze. „Klimaaktive Kommune 2020“ ist ein Wettbewerb des Bundesumweltministeriums und des Deutschen Instituts für Urbanistik. WEITERLESEN
Klimaschutz: Deutsche vermissen klaren Plan
Die meisten Deutschen erachten den Klimaschutz als eine wichtige Zukunftsaufgabe, aber nur die wenigsten glauben, dass ihre Regierung einen klaren Plan im Kampf gegen die globale Erwärmung verfolgt. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos, die anlässlich des Tages der Erde („Earth Day“) durchgeführt wurde. WEITERLESEN
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Digitale Zivilgesellschaft mit vier Forderungen an die Bundesregierung
Bereits vor gut einem Jahr forderten zivilgesellschaftliche Organisationen die Politik auf: Aus der Krise lernen – Digitale Zivilgesellschaft stärken! Seither sei viel zu wenig geschehen, kritisieren sie nun. Deshalb hat sich unter  digitalezivilgesellschaft.org erneut ein breites Spektrum an Organisationen zusammengefunden, um mit ihrer Expertise zu unterstützen. Mit vier Forderungen zeigt das Netzwerk, wie Digitalisierung für eine digital souveräne Gesellschaft gelingen kann. WEITERLESEN
Zukunft der Stadt nach der Pandemie
Der durch die Corona-Pandemie beschleunigte Umbruch im Einzelhandel ist eine Chance für Deutschlands Innenstädte. Davon geht Stefan Schillinger, Managing Partner des Münchener Immobilienentwicklers und Investment Managers Accumulata, aus. Er sieht im Redevelopment von Retail-Flächen Herausforderung und Chance zugleich: „Die moderne Innenstadt mit ihrer Monokultur aus Retail-Flächen funktioniert nicht mehr. Gute Architektur sollte sich nicht nur auf eine Funktion beziehen. Wir müssen planen, wie sich vorhandene Gewerbeflächen intelligent umnutzen lassen, um künftig den Bedürfnissen der Bürger wieder mehr zu entsprechen.“ WEITERLESEN
IM GESPRÄCH MIT
Helmut Schlewis
Helmut Schleweis
Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes

„Die Nichteinhaltung von Anforderungen der Nachhaltigkeit ist ein erhebliches wirtschaftliches Risiko, das bei Kreditvergaben zu berücksichtigen ist.“

Foto: Matthias Müller, BFF
„Teilhabe ist unsere Geschäftsidee“
Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes

Wo sehen Sie die größten Hindernisse für ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis in der Breite?

Nur mit gutem Willen allein wird es nicht gehen. Es braucht klare politische Vorgaben. Es ist aber vielleicht ein wenig zu deutsch oder europäisch gedacht, Nachhaltigkeit vor allem regulatorisch oder über Berichterstattung erzwingen zu wollen. Aus meiner Sicht wäre es erfolgreicher, die Kosten von nicht nachhaltigem Verhalten in das ökonomische System zu internalisieren. Bei der CO2-Bepreisung gibt es einen solchen Ansatz. Wenn Umweltverbrauch Geld kostet, wird sich jedes ökonomische System sehr schnell darauf einstellen. Ein solches marktwirtschaftliches Vorgehen funktioniert besser und schneller als regulatorische Berichtspflichten. So oder so muss aber klar sein: Allein die ökologische Transformation ist eine Investitionsaufgabe, die in der Dimension wahrscheinlich sogar die Deutsche Einheit übertreffen wird. Die wichtigste Aufgabe der Finanzwirtschaft wird es deshalb sein, Investitionskapital in nachhaltige Investitionszwecke zu lenken. Man muss dabei aber verstehen, dass Veränderung nur dann wirksam ist, wenn sie aus einem eigenen Verständnis der Unternehmen kommt.

Die Sparkassen sind breit in der Fläche verwurzelt. Welche der 17 SDGs beschäftigen Sie als Organisation besonders? 

Der Gründung der ersten Sparkassen vor über 200 Jahren lag ja eine damals wie heute dringliche gesellschafts- und sozialpolitische Mission zugrunde: Allen Menschen – und zwar unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Status – wirtschaftliche und damit soziale Teilhabe zu ermöglichen. Allein neun der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele beziehen sich auf Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe – von „keine Armut“, „kein Hunger“, „Gesundheit und Wohlergehen für alle Menschen“, „inklusive, gerechte Bildung“ über „menschenwürdige Arbeit“ bis hin zu „weniger Ungleichheiten“ und „Geschlechtergerechtigkeit“. Teilhabe ist unsere Geschäftsidee. Und beim Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen haben wir in den letzten Jahren konzeptionell deutlich nachgerüstet. „Nachhaltige Städte und Kommunen“ haben dabei für uns als kommunale Kreditinstitute eine besondere Bedeutung.

Haben sich die Regeln für die Kreditvergabe durch die anhaltende Nachhaltigkeitsdebatte verändert?

Ja und nein zugleich. Schon immer haben Kreditvergabemodelle ökonomische Risiken beinhaltet – das ist nicht neu. Die Art der wirtschaftlichen Risiken ist heute aber anders. Die Nichteinhaltung von Anforderungen der Nachhaltigkeit ist ein unter verschiedenen Aspekten ganz erhebliches wirtschaftliches Risiko, das selbstverständlich bei Kreditvergaben zu berücksichtigen ist. Die Herausforderung besteht allerdings darin, diese komplexen Risiken richtig und umfassend zu ermitteln und zu bewerten.

Sie haben kürzlich gesagt, die Kreditinstitute sollten sich selbst nicht so wichtig nehmen. Was ist wichtig? 

Eine der größten ökonomischen Krisen der letzten Jahre, die Finanzkrise, ist ausgelöst worden, als sehr große Finanzinstitute und auch manche Staaten glaubten, man könne Realwirtschaft durch Finanzgeschäfte ersetzen. Dieses Verständnis ist fatal. Finanzwirtschaft ermöglicht und erleichtert realwirtschaftliche Geschäfte, sie ersetzt sie nicht. Wir müssen uns als Dienstleister verstehen, dazu gehört eine gewisse Bescheidenheit. In der Pandemie hat die Finanzwirtschaft diese Rolle sicher gut interpretiert. Ich befürchte allerdings, dass die größte Gefahr für die Nachhaltigkeit inzwischen von der Geldpolitik ausgeht. Durch zu billiges Geld Konsum auf heute vorziehen zu wollen, dauerhafte Vorsorgesysteme damit wirtschaftlich zu untergraben – das kann weder ökonomisch noch ökologisch nachhaltig sein. Ich befürchte, dass die Rechnung dafür der nächsten Generation präsentiert werden wird.   

Die Fragen stellte Gabriele Kalt.
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Wir zeigen Ihnen u. a., wie die Reputation einzelner Personen im Internet mithilfe von Künstlicher Intelligenz gemessen werden kann, um positiv auf die Personal Brand einwirken zu können.

Teil 1: 06.05.2021 um 11 Uhr 
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Teil 2: 11.05.2021 um 11 Uhr
Wie finde ich Top-Manager mit der richtigen Reputation?
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Teil 3: 18.05.2021 um 11 Uhr
Wie optimiere ich Aufmerksamkeit zur Berufung als Aufsichtsrat?
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